3 Kinder im Gepäck

wie wir zu fünft die Welt entdecken

20Januar
2019

Shark Bay und die Delphine von Monkey Mia

Wir bekommen eine Gänsehaut als wir den Highway Richtung Shark Bay hochfahren und rechts von uns das türkisgrün-blaue, glasklare Meer mit seinem pudrig, weissen Sandstrand zu sehen ist. Unbeschreiblich schön! Keine Menschenseele weit und breit, nur die Natur in ihrer ganzen Schönheit. Einfach traumhaft! Uns fehlen die Worte, wir können nur staunen.

Wir legen einen kleinen Stop an der „Little Lagoon“ ein. Ein Träumchen!

Wir kommen in Denham (einem kleinen Ort an der Küste der Shark Bay) an und bleiben dort eine Nacht auf einem Campingplatz direkt am Meer. Gegenüber von unserem Platz gibt es ein riesen Sprungkissen für die Kinder. Am nächsten Tag fahren wir weiter zur Monkey Mia Bucht. Die Delphin Bucht. Nachdem wir eingecheckt haben, gehen wir am Strand von Monkey Mia spazieren und sehen plötzlich eine Delphinmama mit ihrem Baby an uns vorbeischwimmen. Wir stehen nur 2 Meter entfernt, so nah schwimmt sie am Ufer entlang. Wir sind völlig aus dem Häuschen. Delphine in freier Wildbahn zu sehen ist doch immer wieder ein sensationelles Erlebnis. Selbst Maia sagt danach nur noch „Baby“ und zeigt dabei aufs Meer. Wir dürfen noch öfter und noch mehr Delphine hier sehen. In dieser Bucht werden jeden Morgen die Delphine, die in die Bucht kommen, gefüttert. Sie bekommen aber nur so viel, dass es sich für sie lohnt zu kommen und so wenig, dass sie trotzdem weiterhin noch selber nach Fisch jagen. Man kann bei der Fütterung zusehen und wenn man ganz goßes Glück hat wird man von den über 100 Touristen, die täglich zur Delphinfütterung kommen ausgewählt und darf selber einmal einen Delphin füttern. Wir hatten leider kein Glück. Sehr zu Marisols Enttäuschung. Aber die Delphine, unabhängig von der Fütterung, am Strand zu sehen war das Beste Erlebnis neben der Meeresschildkröte, die uns begegnet ist. Abgesehen davon hat Monkey Mia einen richtig tollen Campingplatz und eine super schöne Bucht, die zum Glück nicht so überlaufen ist wie die Delphinfütterung. Die meisten fahren nach der Fütterung weiter. Wir bleiben 3 Nächte, da es uns und den Kindern so gut gefällt und verquatschen uns einen ganzen Vormittag mit einer australischen Familie in der Camping-Küche, während die Kinder miteinander spielen. Der Campingplatz bietet sogar einen „Parents Room“, in dem es eine große Badewanne mit Dusche, ein kleines und ein großes WC und eine Babybadewanne mit Wickeltisch gibt. Besser geht es nicht. Wir besichtigen noch weitere Highlights der Shark Bay (die im Übrigen zum Weltkulturerbe gehört) , wie den Ocean Park, wo wir bei einer Haifütterung zusehen können, der Shell Beach (einem nur aus Muscheln bestehenden Strand) und Eagle Bluff, einem tollen Aussichtspunkt, an dem Michi zwei Haie im Meer gesehen hat. Wir verlassen die Shark Bay schweren Herzens und lesen beim Herausfahren ein Schild auf dem steht:

Thank you for visiting us. Please come again.“

Dafür lieben wir die Australier. Sie mögen die Touristen und wollen, dass sie zurück kommen und ihr wunderschönes, atemberaubendes Land erneut bereisen.

Campingplatz Denham Little Lagoon Little Lagoon Strand von Monkey Mia Camping Küche Monkey Mia Die fleissigen Helfer Monkey Mia Die Delphine von Monkey Mia Hallo Delphin Frühstück   Delphinmama mit Baby Kindercappuccino Meeresschildkröte Haifütterung Eagle Bluff Eagle Bluff Shell Beach Shell Beach Shell Beach Shell Beach Hamelin Pool Outdoor-Dusche

11Januar
2019

Jurien Bay, Geraldton und Kalbarri Nationalpark

Australien hat uns wieder! Und wir sind so froh noch einmal hier sein zu können. Die Ereignisse überschlagen sich und ich weiss gar nicht, was ich alles schreiben soll.

 

Nachdem wir unser Wohnmobil abgeholt haben fahren wir die ersten 300 km die Küste hoch Richtung Norden bis Jurien Bay. Diesmal haben wir keinen Plan und auch kein Ziel. Der Weg ist unser Ziel! Wir fahren einfach drauf los und sind sehr froh mal keine Unterkünfte organisieren zu müssen, denn wir haben unsere Unterkunft immer dabei. In Jurien Bay müssen wir aber auf einen Campingplatz, wir kommen spät an und die Parkplätze weisen alle Campingverbotsschilder auf. Jurien Bay ist das Mekka des Skydivings, doch wir gucken nur zu. Die Kinder sind noch zu klein, wobei Marina sehr gerne gesprungen wäre und wir haben uns mit Bungeejumping in dieser Richtung schon ein wenig ausgetobt. Für die nächsten Nächte finden wir einen Recreation Park zum Übernachten. Leider auch nicht kostenfrei, aber bedeutend günstiger als der Campingplatz. Dort bleiben wir 2 Nächte und genießen das türkisgrüne Meer, die Kinder rutschen die riesigen Sanddünen herunter und abends gucken wir den Sonnenuntergang. Weiter geht es nach Geraldton, dort gibt es direkt am Strand einen Parkplatz für Wohnmobile mit 24-Stunden Übernachtungsgenehmigung ohne Gebühr. Wir bleiben also eine Nacht und machen BBQ am Strand. Am nächsten Tag nutzen wir noch die ruhige Bucht und probieren uns im Stand-up Paddle. Danach fahren wir weiter Richtung Kalbarri, vorbei am Pink Lake. Leider ist es bewölkt, so dass die rosa Farbe des Sees nicht so schön strahlt, aber man kann es trotzdem gut erkennen, dass der See rosa ist. Kurz vor Kalbarri finden wir eine Parkbucht ohne Campingverbotsschild. Um die teuren Campingplatzgebühren zu sparen bleiben wir dort die nächsten drei Nächte und erkunden Kalbarri und den Kalbarri Nationalpark, der viel zu bieten hat. Nach zwei Wanderrundwegen von je 1,2 km bei 37 Grad streiken allerdings die Kinder und so fahren wir wieder an den Strand und später zurück auf unsere Parkbucht. Am nächsten Morgen gibt es in Kalbarri eine Pelikanfütterung. Für die Kinder ein tolles Erlebnis, sie dürfen den Pelikanen Fisch zuwerfen und sind begeistert. Aus unserer anschließenden Bootstour wird leider nichts. Es zieht ein Wind auf, der so heftig ist, dass sie keine Boote mehr verleihen. Sehr verantwortungsbewusst die Australier und so fahren wir zu den „Blue Holes“ schnorcheln. Leider ist es auch hier sehr windig, aber im Wasser geht es und die Unterwasserwelt hat viel zu bieten. An unserem letzten Tag in Kalbarri bestaunen wir den Indischen Ozean bei einem 3,3 km Rundweg an den Klippen entlang bevor wir unsere Reise Richtung Norden fortsetzen.

          

 

03Januar
2019

Der längste Flug unseres Lebens...

Oder wie wir den 01.01.2019 verpassen...oder Silvester im Flieger...

Um 0:00h chilenische Zeit gibt es Champagner für alle und dazu etwas Discolicht und die Flugbegleiter tragen Bunny Haarschmuck und das Jahr 2019 als Brille auf der Nase. Danach geht jeder wieder seiner Tätigkeit nach, was sich im Flieger auf Filme gucken, Buch lesen oder schlafen reduziert. Unsere Kinder schlafen zum Glück und haben somit das Silvesterspektakel verpasst. Aber ich bin ja froh, dass es nicht mehr Feuerwerk gegeben hat. Nein, es verlief alles wirklich richtig gut. Besser hätte es nicht laufen können. Keinerlei Turbulenzen auf dem gesamten Flug, das ist zumindest für mich schon mal sehr viel Wert und aus eigentlich 15 Stunden Flug wurden 13 Stunden und 10 Minuten, da wir mit starkem Rückenwind fliegen. Der Service und die Ausstattung von LATAM ist super und wir haben Sitze mit mehr Beinfreiheit, was auf so einer langen Strecke und mit 3 kleinen Kindern nicht zu verachten ist. Wir fliegen über die Antarktis. Wenn die Wolkendecke gerade mal aufreisst können wir auf die Eismassen gucken, das ist schon sehr beeindruckend, aber auch beunruhigend zu sehen, wieviel Eis bereits geschmolzen ist und wieviele riesige Löcher und Spalten sich in den Eisbergen befinden aufgrund der Erderwärmung. Der Flug vergeht schnell, wir hätten es selbst kaum gedacht und schon sind wir in Melbourne. Hier zeigt die Uhr bereits 16:30h am 01.01. an. Wir sind am 31.12. mittags aus Chile abgeflogen. Leider müssen wir in Mebourne noch mal unser gesamtes Gepäck abholen und wieder neu aufgeben, aber wir haben ja dank Rückenwind genug Zeit. An der Passkontrolle wollen sie von uns einen Gelbfieberimpfnachweis sehen, da wir aus Südamerika kommen. Ich sage der Damen, dass Chile kein Gelbfiebergebiet ist und somit eine Impfung nicht notwendig war. Sie guckt in ihrem schlauen Büchlein nach und erteilt uns schließlich die Einreise. Puhh, da sind wir einmal mehr froh, dass wir Kolumbien und Ecuador doch nicht bereist haben, denn für diese Länder wäre der Gelbfieberimpfnachweis notwendig gewesen und wie man sieht fordert Australien ihn auch tatsächlich ein. Der Weiterflug nach Perth veräuft ebenfalls pünktlich und reibungslos und so langsam stellt sich bei Michi und mir die Müdigkeit ein. Wir haben bis jetzt noch kein Auge zugemacht. Als der Flugbegleiter mich fragt, ob ich Pasta oder Hühnchen möchte bin ich komplett überfordert und möchte nur eine Tasse Kaffee. Für mich ist es gefühlt früher Morgen und wir bekommen ein Abendessen serviert. In Perth am Taxistand verläuft alles extrem geordnet. Einer regelt den gesamten Taxiverkehr und wir bekommen das nächste Großraumtaxi. Unser Taxifahrer verpasst die erste Ausfahrt, da dachte ich schon „na toll, das wird teuer“, aber dann fährt der Taxifahrer zurück zum Flughafen, setzt den Zähler noch einmal auf null und erklärt uns, dass wir für das Verfahren nichts bezahlen brauchen. Wir sind positv überrascht, so etwas hatten wir noch nie erlebt. Aber Taxifahrer, die sich verfahren schon zig mal und immer musste wir das zahlen.

15 Minuten dauert die Fahrt und wir kommen in unserer Haustauschunterkunft an. Die Hausbesitzer warten bereits auf uns und nehmen uns in Empfang. Ein kurzer small talk und dann überlassen sie uns ihr Haus mit allem drum und dran für die nächsten 3 Tage. Für diese Unterkunft haben wir nicht einen Cent zahlen müssen, sondern nur Punkte. Punkte, die wir von einem früheren Haustausch noch übrig hatten als wir unser Haus mal zur Verfügung gestellt haben. Es ist bereits 23h in Perth und der 01.01. ist fast vorbei. Wir packen noch ein paar Sachen aus und gehen dann schlafen. Australien hat uns wieder einmal toll empfangen und wir freuen uns sehr auf die nächsten 2 Monate hier. Morgen holen wir unser Wohnmobil ab und dann beginnt die eigentliche Reise im Westen Australiens.

noch am Flughafen in Chile los gehts... wir fliegen über die Antarktis Silvester im Flieger die kleinen Mäuse schlafen Endlich in Perth!!! Frühstück am nächsten Morgen unsere Unterkunft in Perth unterwegs Frohes Neues Jahr!!!

30Dezember
2018

Ein letzter Gruß aus Chile – aber es kommen noch ganz viele

Weites, wildes Land,

wohin man auch schaut Berge am laufenden Band.

 

Avocados werden angebaut in riesigen Mengen,

weil in Europa die Menschen nach „Healthy Food“ drängen.

 

Wir fahren durch die Einsamkeit,

mehrere 1000 Kilometer weit.

 

Werden angehalten von kleinen Füchsen,

die erbetteln wollen das Brot aus unseren Büchsen.

 

Derweil hören die Kinder „Bibi & Tina“,

und das Auto rattert über die Schotterpisten mit Klima.

 

Wir schlafen in Strandhütten, Domos oder Holzhütte am Waldesrand,

und erleben einmal aus nächster Nähe sogar einen Brand.

 

Wir sind umgeben von vielen auf der Straße lebenden Hunden,

die mit uns gerne drehen wollen ein paar Runden.

 

Die Kinder finden überall jemanden zum Spielen,

Mama und Papa können derweil auf die Hängematte schielen.

 

Unsere letzten Wochen verbringen wir an der Laguna Verde,

doch da gibt es leider keine Pferde.

 

Drum geht es zum Schluß noch einmal auf unsere kleine Farm,

dort ist es mittlerweile extrem warm.

 

Zum Glück gibt es einen tollen Pool,

darin liegen ist ziemlich cool.

 

Wir fahren mit dem Mietwagen, per Anhalter, Metro und Bus,

damit ist im nächsten Land erst einmal schluss.

 

Ohne zu wisssen was uns die Reise noch bringt,

ist Australien das Land, welches als nächstes winkt.

 

Wir wünschen Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr,

Silvester sitzen wir im Flieger – das ist wirklich wahr!

21Dezember
2018

Die grüne Lagune und unsere Holzhütte am Waldesrand

Bevor wir unseren Mietwagen in Santiago wieder abgeben fahren wir an die Laguna Verde. Voll bepackt bis unters Dach, da wir vorher in Quilpué noch einen Großeinkauf getätigt haben. An der Lagune bleiben wir zwei Wochen und haben dort kein Auto mehr. Wir werden von Soledad, einer Freundin unserer Vermieterin in Empfang genommen. Sie zeigt uns die kleine Holzhütte, in die wir einziehen und den Garten. Dort stehen ein paar Pflanzen, die uns bekannt vorkommen, ich vergewissere mich aber sicherheitshalber nochmal. Es sind tatsächlich Marihuanapflanzen. Sie bittet uns diese ab und an zu gießen. Nachdem wir etwas verwundert gucken beschwichtigt sie uns und sagt sechs Pflanzen seinen legal in Chile. Wir zählen nach, es sind 10!

Die kleine Holzhütte ist einfach, aber nett eingerichtet. Beim Öffnen des Kühlschrankes wird mir allerdings kurz schlecht. Ich schließe ihn erstmal schnell wieder und hole Soledad. Vielleicht hat sie einfach vergessen ihn zu leeren. Es befinden sich noch sämtliche angebrochene Lebensmittel darin. Kein Platz für unsere Lebensmittel und kein schöner Anblick oder Geruch. Da hat unsere Vermieterin es etwas zu gut mit uns gemeint. Soledad nimmt einen noch brauchbaren Teil mit, die anderen Sachen schmeissen wir weg. Danach müssen wir erstmal eine Grundreinigung vornehmen. Sämtliche Flüssigkeiten und Soßen sind in diesem Kühlschrank ausgelaufen und kleben am Boden fest. Ich finde auch noch eine Teekanne mit altem, verschimmelten Tee. Das Bad ist ok, aber wenn man zu sehr an dem Duschvorhang zieht fällt die gesamte Duschstange aus ihrer Verankerung. Immerhin haben wir warmes Wasser und eine Waschmaschine. Das ist Luxus! Kaum haben wir die Essensreste im Kühlschrank beseitigt sehen wir dicke Rauchschwaden vor uns aufsteigen und hören Hubschrauberlärm über uns. Wir gehen auf die Strasse. Ein Waldbrand! Nicht weit von uns. Vorsichtshalber lassen wir unsere Taschen noch gepackt und gucken uns das Treiben an. Die Helikopter tanken Wasser an der Lagune auf und werfen diese Wassermassen über das brennende Waldstück ab. Nach ein paar Stunden scheint aber alles gelöscht zu sein und in einigen Tagen stellen wir fest, dass Waldbrände hier an der Tagesordnung sind. Ich werde auch von Airbnb angeschrieben, ob wir aufgrund der Waldbrände in dieser Region die Unterkunft wechseln möchten. Die Einheimischen bleiben, also bleiben wir auch. Zu unserer Wohnung gehört eine Katze, die wir morgens und abends füttern. Auch andere kleinere Haustierchen kommen im Laufe der nächsten Tage zum Vorschein, aber wir nehmen es mit Humor und sind nach einer Zeit Meister im Kakerlaken beseitigen. Die Kinder spielen im Garten und mit den Nachbarskindern und sind abends vor lauter Schlamm und Matsch kaum noch wieder zu erkennen, aber sie hatten ihren Spaß. Wir fahren nach Valparaiso oder „Valpo“ wie die Einheimischen diese bunte Hafenstadt nennen und wollen ein paar kleine Weihnachtsgeschenke für die Kinder einkaufen. Valparaiso liegt nur 20 km von Laguna Verde entfernt, aber da der Microbus durch jede noch so kleine Gasse fährt und überall anhält dauert die Fahrt eine Stunde. Der Weihnachtseinkauf gestaltet sich als etwas schwierig, da die Kinder mit dabei sind und wir werden auch nicht so recht fündig, so dass ich noch ein weiteres Mal ohne Kinder losziehe. Diesmal mit Erfolg! Zuhause basteln wir aus einem leeren Plastikkanister und Kornflakeskarton einen Weihnachtsschmuck , so dass wenigstens ein bisschen Weihnachtsstimmung aufkommt bei den sommerlichen Temperaturen.

In diesem Sinne wünschen wir Euch allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und schicken sonnige Grüße aus Chile!

Unsere Holzhütte Laguna Verde die besagten Pflanzen Valparaiso nach einem langen Tag in Valpo im Garten ist es am Schönsten unsere Waschmaschine mit Ablauf in die Dusche Maia kümmert sich um unsere Katze Weihnachtsschmuck basteln Fertig gebastelt! die Tannenbäume in Chile Frohe Weihnachten aus Chile!

13Dezember
2018

Von der Wüste ans Meer – der Nationalpark „Pan de Azúcar“

Nach einer Woche Wüstenerfahrung verbringen wir vier wunderbare Tage im Nationalpark „Pan de Azúcar“ (Zuckerbrot). Die Landschaft ist grandios, immer wieder beeindruckende Berge im Hintergrund. Unsere Hütte liegt direkt am Meer, der nächste kleine Ort ist 30 km entfernt und wir sind fast die einzigen Menschen hier. Wir haben unseren Privatstrand vor der Haustür. Das Meer hat etwas Magisches. Es zieht einen in seinen Bann und man möchte nicht mehr weg. Zumindest geht es uns so. Abends genießen wir den Sonnenuntergang, nachts beobachten wir den gigantischen Sternenhimmel auf unserer Terrasse und schlafen danach bei Meeresrauschen ein. Die Kinder und wir sind abends früh müde, schlafen durch und wir schlafen alle länger als sonst. Liegt vermutlich an der guten Meeresluft. Wir baden im Meer und gehen am Strand spazieren, dabei sammeln wir den Plastikmüll vom Strand auf. Leider liegt auch an so einem paradiesischen Fleckchen Erde viel Müll herum. Wir haben uns zum Ziel gesetzt jeden Strandabschnitt, den wir auf unserer Weltreise betreten, etwas vom Müll zu befreien. Den Kindern macht es zudem riesen Spaß den Müll aufzusammeln.

Unsere Hütte ist einfach, aber es ist wieder einmal alles da, was man zum Leben braucht und noch viel mehr, denn so nah am Meer haben selbst wir noch nie gewohnt. Es ist die erste Unterkunft, die wir nicht übers Internet gefunden haben. Auf unserem Hinweg nach San Pedro sind wir durch den Park gefahren und haben diese Hütten entdeckt und für den Rückweg reserviert. Die Zeit hier vergeht leider viel zu schnell und schweren Herzens verlassen wir diesen wunderschönen Ort, denn in 5 Tagen müssen wir unseren Mietwagen in Santiago wieder abgeben.

Unsere nächste Unterkunft ist sehr speziell und aussergewöhnlich, aber wir gönnen uns dieses Dome-Erlebnis für 2 Nächte und wohnen in einer kuppelförmigen Bleibe. Die Duschen und Toiletten befinden sich in einer anderen Kuppel ausserhalb. Diese Domes liegen etwas im Berg mit einem tollen und endlos weiten Blick aufs Meer und abends überwältigt uns wieder dieser gigantische Sternenhimmel. Wir haben wieder Glück und sind auch hier die einzigen Besucher.

 

Unser Haus am Meer Die leckerste Empanada Chiles Playa Blanca Homeschooling Unsere Kuppelunterkunft

05Dezember
2018

San Pedro de Atacama und die trockenste Wüste der Erde

In Antofagasta machen wir nur einen kleinen Stopover von 2 Nächten. Wir waschen unsere Klamotten, was nach 4 Wochen bitter nötig ist.

Dann fahren wir weiter in das Hippiedörfchen San Pedro in die Atacamawüste. Eigentlich fahren wir schon die ganze Zeit durch die Wüste. Alles ist trocken und wir gucken in eine endlose beige-braune Weite. Auf der Fahrt nach San Pedro kommen uns nur ein paar LKWs entgegen. 250 km keine Ortschaft geschweige denn eine Tankstelle in Sicht. Es ist Mittagszeit und die Kinder haben Hunger und unser Proviant wurde bereits geplündert. Wenn man mit Kindern lange Autofahrten bewerkstelligen muss, sollte man genug zu Essen dabei haben. Das ist schon die halbe Miete. Dann muss man nur noch hoffen, dass sie eine Zeit lang schlafen und man hat eine einigermaßen entspannte Fahrt. Wir sind schon zufrieden wenn die Kleinste schläft, denn die kann sich im Auto noch nicht selbst beschäftigen. Marisol hört ihre Hörspiele und Marina knetet, malt oder bastelt und wenn mal gar nichts mehr geht dann darf sie auf Mamas Handy Fotos gucken. Mehr Multimedia ist nicht drin.

Nach einer langen, nicht enden wollenden Fahrt erreichen wir San Pedro de Atacama. Unsere Unterkunft liegt etwas ausserhalb, nicht leicht zu finden, dafür aber sehr idyllisch mit Blick auf einen der vielen Vulkane in dieser Gegend. Es ist eine andere Welt hier oben im Norden Chiles. Tagsüber eine erdrückende Hitze, vor der man sich schützen muss sonst verbrennt die Haut. Sobald die Sonne untergeht wird es allerdings kalt und kühlt sich nachts bis auf 6 Grad herunter, so dass eine Wolldecke zum schlafen nötig ist. San Pedro ist eine kleine, grüne Oase inmitten der beige-braunen hügelliegen Wüstenlandschaft. Daneben gibt es in dieser Gegend mehrere Vulkane, Thermalquellen, Geysire und Salzseen. Ein Grund warum wir eine Woche hier oben bleiben. Um Zeit genug zu haben uns ein paar der Highlights anzugucken.

Unseren ersten Tag verbringen wir in San Pedro. Die Häuser sind alle aus Lehm gebaut, was den braunen Farbton der Stadt wiederspiegelt. Wir gehen durch San Pedro, die Sonne brennt. Maia schläft fast den ganzen Tag im Tragesack. Die Hitze und die Höhe machen ihr vermutlich zu schaffen. San Pedro liegt auf 2.500 m. Am Abend hat Maia leichtes Fieber. Wir sind alle etwas schlapp von der Hitze und dem Höhenunterschied. Michi und ich schlafen die erste Nacht kaum, da wir permanent auf Mückenjagd sind. So viele Mücken haben wir schon lange nicht mehr gesehen. Es nimmt kein Ende, die Mücken kommen alle durch das aus Stroh gebaute Dach. Am nächsten Tag basteln wir eine Konstruktion, um unser Mückennetz aufzuhängen und Maia ist wieder fit. Wir fahren ins Puritama Tal und baden in den heissen Thermalquellen, die auf über 3.500 m liegen und 32 Grad warm sind. Auch den größten Salzsee (Salar de Atacama) in dieser Wüste besuchen wir. Wir beobachten rote Flamingos in der türkisgrünen Lagune Chaxa auf diesem riesengroßen Salzsee. Drei verschiedene Flamingoarten gibt es hier, daneben noch einige Vogelarten, die hier überwintern. Wir fahren weiter ins Valle de la Luna (Mondtal), wo es aussieht wie auf dem Mond und bleiben bis zum Sonnenuntergang. Danach heisst es aber schnell wieder zurück zum Auto, denn durch den Wind wird es nach Sonnenuntergang schlagartig kalt. Nach diesen ganzen Highlights legen wir einen Tag Pause ein. Die Kinder machen alles super mit, aber der Höhenunterschied und diese extremen klimatischen Bedingungen müssen auch verarbeitet werden und so gönnen wir uns und den Kindern einen Relaxtag in unserer kleinen Lehmhütte. Die Kinder spielen mit den Nachbarskindern im Graben hinterm Haus und wir trinken Kaffee. Zum Abschluss schwimmen wir noch in einer Lagune im Salzsee und lassen unsere Körper auf dem Wasser treiben. Aufgrund des hohen Salzgehaltes ist ein Untergehen unmöglich. Wir dürfen aber höchstens 45 Minuten im See baden, sonst kann es zu Hautirritationen führen erklärt man uns. Kinder unter 6 dürfen gar nicht in die Salzlagune zum Leidwesen von Marina. Sie bekommt trotzdem ihre Badehose an und darf am Rand im Salzsand spielen. Maia sitzt derweil im Tragegestell und beobachtet alles von aussen. Michi, Marisol und ich gehen also in die Salzlagune. Das Wasser ist kalt, aber wenn man erstmal drin ist geht es und wir lassen uns auf dem Wasser treiben. Das ist schon ein unglaubliches Gefühl. Als wir wieder raus kommen aus der Lagune liegt Marina bäuchlings komplett im Wasser. Auch sie hat jetzt eine Salzkruste am ganzen Körper. Wir duschen uns die dicke Salzkruste von der Haut und keiner hat irgendeinen roten Hautausschlag bekommen. Wieder zurück in unserer Lehmhütte heisst es packen. Unsere Woche in San Pedro ist vorbei und wir fahren morgen früh für 4 Tage in den Nationalpark „Pan de Azúcar“.

unsere HütteUnsere HütteVulkanLehmhütten in San Pedro In San PedroThermalquellen Thermalquellen Puritamas Wer findet Michi :)   Salzlagune CejarLagune CejarLagune Cejar Lagune Cejar   Spielen mit chilenischen Kindern   Valle de la luna Valle de la luna Valle de la luna Sonnenuntergang Valle de la lunaLagune ChaxaLagune ChaxaLagune ChaxaFlamingos auf der Lagune Chaxa          Grüße aus der Wüste

27November
2018

Caldera und die Mine San José - „Estamos bien en el refugio los 33“

Wir wohnen im Ghetto von Caldera. Aber es sieht aus wie in Costa Rica, also fühlen wir uns wohl. Nachdem unsere letzten Wohnungen vom Flair her Luxusunterkünfte waren, müssen wir uns nun etwas einschränken. Aus der Dusche und dem Wasserhahn kommen 3 Tropfen, an Haare waschen ist zumindest bei uns Mädels nicht zu denken, die Küchenutensilien lassen auch hier wieder schwer zu wünschen übrig und die vorbeifahrenden Autos der Straße hört man die ganze Nacht mit ihren wummernden Beats. Der Nachbar hält einen Rottweiler auf 20qm. Aber wenigstens sind die Betten bequem und wir haben warmes Wasser. Man schraubt seine Ansprüche ja bekanntlicherweise schnell herunter. Auch der Instant-Kaffee schmeckt uns mittlerweile gut und wir freuen uns jeden Morgen darauf.

Wir fahren an den puderweisen Sandstrand „Playa Piscina“ an der Bahia Inglesa mit türkisfarbenem Wasser. Auf jeden Fall einen Besuch wert! Leider spielt das Wetter nicht mit. Es ist bewölkt und windig, daher auch etwas zu frisch zum baden oder am Strand liegen. Wir ändern also unsere Pläne und fahren weiter zur 35 km entfernten Mine San José. Einigen wird dieser Name sicherlich ein Begriff sein. Am Nachmittag des 5. August 2010 ereignete sich an diesem Ort mitten in der Wüste Chiles, eines der schwersten Grubenunglücke weltweit. 33 Bergleute wurden bei einem Grubeneinsturz in 700m Tiefe verschüttet. Tagelang bohrten die Retter kleine Bohrlöcher auf der verzweifelten Suche nach einem Lebenszeichen. Erst nach 18 Tagen der Ungewissheit schafften es die Einsatzkräfte an dem letzten vermuteten Punkt die Eingeschlossenen zu orten. Mit den Worten „Estamos bien en el refugio los 33“ („Uns 33 geht es gut im Refugium“) konnten alle Bergleute lokalisiert werden. Nun begann ein Wettlauf gegen die Zeit. Es wurden parallel 3 Rettungsschächte gebohrt. Der Plan sah vor, die Verschütteten mit einer Rettungskapsel (Fénix) Einen nach dem Anderen an die Oberfläche zu holen. Nach 70(!) Tagen in der Dunkelheit und Enge konnten schliesslich alle Bergleute lebend gerettet werden. 22 Tage lang ernährten sie sich ausschließlich von Thunfisch und Milch und mussten Kühlwasser aus ihren Maschinen trinken, um zu überleben. Mehr gab es unter der Erde nicht. Ein beeindruckender, wenn auch sehr beklemmender Ort. Marisols abschließende Worte nach unserem Minenbesuch waren: „Sie hatten Glück, aber auch ein bisschen Unglück“.

Am nächsten Tag dürfen wir in Caldera bei einer Tanzveranstaltung des chilenischen Nationaltanzes „Cueca“ zugucken und essen „Paila Marina“, eine chilenische Fischsuppe bevor es weiter durch die Wüste Richtung Norden nach Antofagasta geht.

Unsere Unterkunft in Caldera Unsere Dusche Unser Wohnviertel Der Strand an der Bahia Inglesa Auf dem Weg zur Mine San Jose Das Minenareal Der Rettungsschacht Die Rettungskapsel Das Ehrenmal Paila Marina (Fischsuppe) Cueca Tanzveranstaltung alle müde und kaputt...

 

26November
2018

Wo sich Fuchs und Esel Gute Nacht sagen...

Wir wohnen 3 Nächte in einem Naturreservat in der Nähe der Hafenstadt Coquimbo direkt am Meer umgeben von Füchsen, Kakteen und Greifvögel. Hier und da zischelt eine Schlage durchs Gebüsch und man hört die Seelöwen von Weitem brüllen. Die Kinder spielen mit Brettern, Muscheln und Strandgut. Wir genießen die Ruhe in der Einsamkeit. Kein Mensch weit und breit. Wir frühstücken auf der Terrasse mit Blick auf den Pazifik. Wir wandern und die Kinder klettern in den Felsen. Es ist wunderschön hier. Nach 3 Tagen verlassen wir unsere kleine, liebgewonnene Hütte am Meer und fahren weiter hoch in den Norden. Unseren nächsten Halt machen wir schon nach 130 km in Los Choros.

Die Bucht Punta Choro ist ein alter, kleiner Fischerhafen, von wo aus kleine, wirklich sehr kleine Boote zu den vorgelagerten Inseln der Humboldt-Pinguin Kolonien fahren.

Nachdem unsere letzten beiden Unterkünfte wirklich aussergewöhnlich gut ausgestattet waren, haben wir hier keine Kaffeemaschine und das einzige Messer in unserer Mini-Küche ist so groß wie eine Machete, aber gleichzeitig so unscharf, dass man noch nicht mal eine Scheibe Brot damit abschneiden kann. Wir trinken also Instant-Kaffee und zaubern, dank unseres Taschenmessers, trotzdem jeden Abend ein Luxusmenu auf den Marmorkacheltisch. Die Kinder müssen allerdings derweil mit „Peppa Pig“ ruhig gestellt werden, da einfach zu wenig Platz an der Arbeitsplatte ist, um sie mitkochen zu lassen. Am Abend gegen 23h bebt die Erde unter uns. Erst dachte ich das wäre die Erschütterung eines vorbeifahrenden LKWs, aber dann fällt mir ein, dass man hier kein Motorengeräusch hört geschweige denn LKWs vorbeifahren. Am nächsten Tag lesen wir es im Internet und sehen, dass in Chile schon seit ein paar Tagen die Erde bebt. Diesmal war es ein Erdbeben der Stärke 4,2.

Das kleine Dörfchen „Los Choros“ wirkt auf den ersten Blick wie verlassen und sehr heruntergekommen, aber es gibt einen ziemlich gut ausgestatteten Tante Emma Laden, wo wir Obst und Gemüse und diverse andere Nahrungsmittel einkaufen können sowie ein kleines Cafe, wo wir tollen Kaffee trinken und einen Eisladen mit selbsthergestelltem Eis. Wir haben das Gefühl wir sind die einzigen Gäste und fragen uns wie sich diese Läden halten können bzw. wovon sie leben. Wir fahren durch die Einsamkeit, am Straßenrand sehen wir Esel, Guanacos (chilenische Lamas) und kleine Füchse. Wir sind eigentlich nur hier her gekommen um Pinguine zu sehen. Dafür muss man aber mit einem Boot an die Pinguininsel „Isla Choros“ fahren. Aussteigen kann man dort nicht, man sieht die Pinguine aber vom Boot aus sagt man uns. Die Boote sind sehr kleine Nußschalen, Höchstbesatzung 12 Mann und die gesamte Tour dauert 3 Stunden. Heute sind wir nicht mehr mitgekommen, wir waren zu spät und nur für uns fährt kein Boot raus. Morgen können wir einen zweiten Versuch starten, falls wir das noch wollen. Mir wird etwas anders als ich die Mini-Boote sehe und lese, was man unterschreiben muss. „Es gibt starke Strömungen. Das Boot kann kippen und man kann ins Wasser fallen“. Wir haben Maia dabei. Die kann sich selbst mit einer Schwimmweste noch nicht richtig über Wasser halten. Ob das so eine gute Idee ist mit der Pinguininsel?!

Auch am nächsten Tag wird nichts aus der Pinguininsel, aber nicht weil wir Angst haben das Boot könnte kippen, sondern weil Marina vor Hunger quengelt und Maia vor Müdigkeit schreit. Da wäre eine 3-Stündige Bootsfahrt ohne Essen und mit einem müden Baby, welches mit einer Schwimmweste aufgepeppt ruhig in einem Boot sitzen soll, wohl eher etwas unentspannt. Also gehen wir essen und zwar wieder mal in der kleinen Bude am Straßenrand. Sie machen grandiose Empanadas und heute probieren wir auch mal den Hauptteller (gegrillter Fisch mit Reis und Salat). Auch sehr lecker! Im Anschluss gibt es Kaffee und wir können uns selbst servieren so viel wir möchten. Danach gehen wir an den Strand. Wir entdecken einen riesigen Muschelberg und es liegen riesige, von Möwen ausgehöhlte Krebspanzer herum. Die Kinder können wieder klettern und nach Muscheln und Krebsen suchen. Wir verbringen auch ohne Pinguine einen tollen Tag und für Marina waren die Pinguine zum Glück nicht so wichtig wie die Pferde.

Unser Häuschen am Meer Pfannkuchen zum Frühstück  Sonnenuntergang in Coquimbo Punta Choros         Die Straßen von Los Choros einzige Cafe in Los Choros Die Straßen und Häuser in Punta Choro         

 

17November
2018

Zwischen Greifvögel und Pferden die Stille in den Bergen genießen

Chile – das Land der Gegensätze! Auf, zu, an, aus – Wind, Wolken, Sonne und Regen passen problemlos in zehn Minuten. In unserer zweiten Woche in Chile hatte sich bereits unser gesamtes Gepäck unter Beweis gestellt, von Badeanzug bis Fleece-Pulli und das sogar alles an einem Tag. Obwohl wir gerade im Frühling sind und die Tageshöchsttemperaturen bis auf über 30 Grad gehen ist es morgens und abends sehr kühl.

Wir verbringen eine entspannte Woche auf unserer Pferdefarm im Aconcagua Tal. Wir genießen die Ruhe und die tolle Aussicht auf die Berge während die Kinder reiten, Pferde und Hühner füttern, Trampolin springen und mit Pfeil und Bogen schießen. Den Rest der Zeit sitzen sie mit Felix, dem Sohn der Farm, mit Hammer und Meißel in ihrem „Steinbruch“ und suchen nach Quarz und Kupfer. Wenn es mal zu heiß wird gönnen wir uns eine kleine Abkühlung im Pool. Ich fahre ein paar Mal mit Claudia in die „Stadt“ - besser gesagt in die nächste Ortschaft - wo wir ein paar Besorgungen machen und im Anschluß Felix von der Schule abholen. Er geht in San Felipe auf die Deutsche Schule und ist der einzige Deutsche der gesamten Schule. Sein Schulweg beträgt jeden Morgen und Nachmittag 45 Minuten Autofahrt. Auf der Farm ist er das einzige Kind. Umso glücklicher ist er endlich mal zwei deutsche Spielkameradinnen zu haben, auch wenn wenig Zeit zum Spielen bleibt, da er unter der Woche erst gegen 17:30h zurück ist und dann noch lernen oder Hausaufgaben machen muss. Und das in der zweiten Klasse! Da können sich unsere grad sehr glücklich schätzen, sie dürfen spielen und das den ganzen Tag lang.

Der Abschied fällt schwer, Marisol hat Reni, ein kleines Hündchen, in ihr Herz geschlossen und auch von Felix wollen sie sich nicht trennen. Aber wir müssen weiter, wir wollen hoch in den Norden bis zur Atacamawüste. Damit die 1.600 km nicht zu unerträglich für unsere Kinder werden, machen wir vier Zwischenstationen und haben insgesamt 4 Wochen Zeit bis wir unseren Mietwagen wieder in Santiago abgeben. Die Kindersitze für den Mietwagen haben wir im Internet ersteigert oder beim Chino (auch diese Läden gibt es in Chile) gekauft. Die Mietwagenfirma wollte für die Sitze einen unverschämt hohen Preis.

Jetzt ist es soweit. Der Abschiedstag ist da. Unser kleiner Chevrolet Onix ist bis oben vollgepackt und wir kommen erst um 15:30h von der Farm weg. 400 km müssen wir heute noch schaffen bis zu unserer nächsten Unterkunft am Meer in einem Naturreservat in der Nähe von Coquimbo. Pünktlich zum Sonnenuntergang erreichen wir Coquimbo und unsere kleine Hütte am Meer.

    

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