3 Kinder im Gepäck

wie wir zu fünft die Welt entdecken

19Mai
2019

Und das Beste kommt zum Schluss… (Tsitsikamma und Addo Elephant National Park)

Wir verlassen die kleine Ruheoase „Leisure Island“ und müssen nach 20 km Fahrt mit Schrecken feststellen, dass die beiden Plüschpinguine von Marisol und Marina nicht mit an Board sind. Wir kehren also um und fahren noch einmal zurück zu unserer Unterkunft. Die Pinguine lagen, wie vermutet, noch faul in den Betten herum. Zum Glück haben wir es heute nicht weit, unser nächstes Ziel, der Tsitsikamma National Park, liegt nur 95 km entfernt und so machen wir noch einen Stop in Plettenberg Bay bevor wir in unserer tollen Lodge im Tsitsikamma Nationalpark ankommen. Überaus freundlich werden wir empfangen und dürfen uns, da wir die einzigen Gäste auf der gesamten Anlage sind, sogar ein Zimmer aussuchen. Die Lodge bietet zudem noch ein Spielezimmer und eine tolle Aussenanlage. Die Kinder können sich also noch ein wenig austoben während Mama und Papa die Sachen ausladen. Zum Glück haben wir nicht viel dabei, da wir zur Zeit jeden 3. Tag den Ort wechseln und somit auch immer alle Sachen ein- und wieder ausladen müssen. Am nächsten Tag geht es in den Tsitsikamma Nationalpark. Wir wandern den 1 km langen Mouth Trail zur Suspension Bridge und verweilen eine ganze Zeit lang an der Brücke, da die Kinder im Kiessand mit den Steinen spielen. Am nächsten Tag geht es nach dem Frühstück weiter über Port Elizabeth zum Addo Elephant Park, unserem letzten Ziel auf unserer Route, bevor wir wieder den Rückweg nach Kapstadt antreten. Wir erreichen Addo nach über 300 km Fahrt. Auch in diesem Cottage sind wir wieder die einzigen Gäste. Die Anlage ist weiträumig mit einem Elektrozaun und durch ein riesen Elektrotor abgegrenzt. Weiterhin bewachen 2 Hunde das Gelände. Wir wissen nicht, ob wegen der wilden Tiere oder der Nähe zu den Townships. Wir kommen erstmal nur an und genießen die Ruhe auf der Anlage. Am nächsten Tag wollen wir eigentlich früh raus, um in den Nationalpark zu fahren. Der Wecker klingelt um 7:00 Uhr. Um 8:15 Uhr liegen wir allerdings immernoch in den Betten. Der ständige Ortswechsel schlaucht nicht nur die Kinder. Gegen 10:30 Uhr fahren wir nach dem Frühstück zum Park. Die erste geführte Safaritour mit Ranger ist schon vorbei und sowieso viel zu teuer und wahrscheinlich auch unentspannt mit 3 kleinen Kindern, also fahren wir alleine durch den Park. Es soll ausgeschildert sein, an welchen Stellen heute früh die Tiere gesehen wurden. Auf dem Plakat am Eingang steht schon mal nichts. Also fahren wir einfach mal drauf los. Recht schnell sehen wir Zebras, Kudu-Antilopen, Eland-Antilopen, Erdmännchen und Warzenschweine. Und dann der erste Elefant, wir jubeln vor Freude. Ein Elefantenbulle ganz alleine unterwegs, keine Herde, nur ein Elefant. Wir können ja noch nicht ahnen, dass wir ganz bald mit einem Haufen Elefanten beglückt werden und sogar in den Genuss kommen einen Babyelefanten zu sehen. Wir sind alle völlig aus dem Häuschen. Diese riesen Tiere in freier Wildbahn und so nah zu sehen ist einfach nur toll. Nach ca. 3 Stunden Fahrt müssen die Mäuse mal Pipi. Einfach anhalten und aussteigen ist nicht drin. Viel zu gefährlich wegen der Löwen im Park. Ünberall stehen Schilder, dass man auf keinen Fall das Fahrzeug verlassen soll. Also fahren wir zur einzigen Picknick Area im Park. Auch diese ist von einem Elektrozaun umzäumt. Dort gibt es ebenfalls eine Parktafel und diesmal ist markiert wo heute früh die Löwen gesichtet wurden. Wir fahren also nach unserer kleinen Pause nochmal die Strecke auf der die Löwen gesehen wurden. Es fängt schon langsam an zu dämmern, die Sonne geht unter. Auf einmal kommt eine große, grüne Wiese und ganz weit hinten sehen wir zwei gelbe Punkte. Wir können sie erst kaum erkennen, aber nicht weit entfernt steht auch der Jeep eines Rangers. Wir bleiben also stehen und tatsächlich es sind zwei Löwen. Ein Löwe und eine Löwin. Auf einmal stehen sie auf und kommen langsam in unsere Richtung. Die Kinder waren gerade noch vorne im Auto, verkrümeln sich jetzt ganz schnell nach hinten. Marina schreit ich soll das Fenster schließen. Ich versuche sie zu knipsen, leider ist es schon zu dämmrig für gute Bilder mit unserer Kamera. Aber was uns dann geboten wird, kann sowieso keine Kamera festhalten. Der Löwe läuft plötzlich los, überquert die Straße vor uns. Auf der anderen Straßenseite grast ein Büffel, der Löwe wird schneller, will den Büffel kriegen. Der Büffel rennt ebenfalls los. Der Löwe treibt ihn in die Richtung der Löwin, die Löwin versucht dem Büffel den Weg abzuschneiden, ohne Erfolg, der Büffel schafft es bis zum nächsten Busch, aus dem plötzlich ein zweiter und dritter Büffel stürmen und den Löwen jagen. Wir sind alle vor Spannung erstarrt und keiner hat mehr auf eine Kamera gedrückt. Zu aufregend war dieses Spektakel, was sich da gerade vor unseren Augen abgespielt hat. Noch völlig aufgelöst setzen wir unseren Weg fort und dürfen kurze Zeit später den nächsten Nervenkitzel erleben. Wir fahren um eine Kurve, es ist schon am dämmern als plötzlich ein riesen Elefant vor uns auf der Straße steht. Wie aus dem Nichts. Wir haben ihn nicht gesehen, er hat uns auch nicht gesehen und ist, genau wie wir, etwas erschrocken. Er versperrt uns den Weg, wir versperren ihm den Weg. Wir wissen erst nicht was wir machen sollen. Stehenbleiben oder schnell den Rückwärtsgang einlegen? Der Elefant hat jedenfalls nicht vor uns Platz zu machen sondern geht weiter auf uns zu. Als er auf einmal beginnt hastig mit seinem Rüssel hoch und herunter zu schlagen wird uns ganz anders zu Mute. Wir erinnern uns daran, dass man uns erzählt hat ein Elefant könne ein komplettes Auto aufs Dach legen und setzen den Wagen soweit zurück, dass der Elefant vorbei kann. Zum Glück merkt der Elefant, dass wir ihm nichts Böses wollen und geht mächtig und schweren Schrittes an uns vorbei. Was für ein Erlebnis! Jetzt müssen wir erstmal durchatmen und dann zügig unseren Weg fortsetzen, denn der Park schließt in 15 Minuten.

Tsitsikamma NP Rock Dassies Rock Dassies Tsitsikamma NP Unsere Lodge in Addo Addo Elephant NP  Addo Elephant NP Addo Elephant NP Mistkäfer bei seiner Arbeit Warzenschwein Kudu-Antilope Elefanten am Wasserloch Büffel Büffelherde Wer erkennt die Löwen? Löwe und Löwin Ein Elefant versperrt uns den Weg...

 

 

14Mai
2019

Wir fahren die Garden Route von Hermanus über Mossel Bay zur Leisure Island

Die Straße hat uns wieder. Waren wir doch in Asien schon ein wenig reisemüde, so sind wir jetzt wieder voller Tatendrang und freuen uns auf unseren bevorstehenden Roadtrip. Wir verlassen Kapstadt bei strömenden Regen nach einer Woche Sonnenschein. Unser erstes Ziel ist das nur 132 km entfernte Hermanus. Hermanus ist ein ruhiges, kleines Örtchen direkt am Meer gelegen und bekannt dafür, dass hier die Wale zwischen Juni und Oktober vorbeiziehen. Man kann sie direkt von der Küste aus beobachten. Leider ist gerade keine Walsaison und so schlendern wir ohne Wale den Cliff Path entlang und genießen die herrliche Aussicht. Wir sehen Robben im Meer und beobachten die etlichen Rock Dassies, die in den ganzen Felsen wohnen und erstaunlich nah an einen heran kommen. Wir haben wieder Glück mit dem Wetter. Die Sonne scheint und es ist so warm, dass wir teilweise im T-shirt herumlaufen können. Marisol und Marina möchten mehr über Wale wissen und so besuchen wir das kleine Walmuseum im Ort. Dort gibt es ein Walskelett in Lebensgröße. Schwer vorstellbar für die beiden, dass ein Wal so groß ist. Den restlichen Nachmittag verbringen wir damit den hiesigen Bauarbeitern dabei zuzugucken, wie sie ein Rohrbruch auf der Straße wieder in den Griff kriegen.

Am nächsten Tag fahren weiter Richtung Mossel Bay. Eine grüne Bergkette begleitet uns im Hintergrund und die Straßen befinden sich in einem einwandfreien Zustand. In Mossel Bay haben wir wieder eine Haustauschunterkunft gefunden. Ein tolles Haus, aber das Beste an dieser Unterkunft ist die Terrasse mit ihrem traumhaften Blick aufs Meer und so verbringen wir den restlichen Nachmittag und Abend zuhause und genießen den Sonnenuntergang. In Mossel Bay ist es viel wärmer als in Kapstadt und Hermanus. Wir können fast schon wieder unsere Sommerklamotten auspacken obwohl es auf den Winter zugeht. Zwei Tage später packen wir allerdings schon wieder unsere Sachen und verlassen diese tolle Unterkunft, weil es weiter zur Leisure Island und nach Knysna geht. Unsere Unterkunft befindet sich auf Leisure Island, einer kleinen vorgelagerten Landzunge bei Knysna, die über einen Deich erreichbar ist. Wir laufen die zur Zeit fast unbewohnte Insel einmal zu Fuß ab und suchen danach ein Restaurant fürs Mittagessen. Allerdings stellen wir bald fest, dass alle Restaurants der Insel geschlossen sind. Die Nebensaison lässt grüßen. Auch der Großteil der Wohnhäuser sieht verlassen aus. Es scheint so, dass die meisten Häuser Sommerresidenzen und im Winter unbewohnt sind. Wir fahren also nochmal nach Knysna zum Essen und lassen den Tag auf unserer Terrasse bei „Mensch ärgere Dich nicht“ ausklingen.

Hermanus Hermanus Cliff Path Rock Dassies Hermanus Cliff Path Hermanus Hermanus Die Baustelle ist am Interessantesten Mossel Bay Mossel Bay Haustausch Mossel Bay Mossel Bay Mossel Bay Waterfront Knysna Leisure Island Leisure Island Leisure Island Leisure Island Leisure Island Leisure Island Thesen Island bei Leisure Island

07Mai
2019

Hallo Afrika – unsere erste Woche in Kapstadt

Nach einem etwas anstrengenden und nervenaufreibenden Flug über Singapur und Addis Ababa empfängt uns Kapstadt mit Sonnenschein. Wir fahren mit dem Taxi zu unserer Haustausch-Unterkunft. Wieder einmal haben wir eine Unterkunft über HomeExchange, die uns keinen Cent kostet. Wir dürfen sogar das Auto des Hausbesitzers für diese Woche nutzen und sparen zudem eine Woche Mietwagenkosten. Ronnie, ein Freund des Hausbesitzers nimmt uns in Empfang und macht die Hauseinweisung. Das Wetter hat sich für uns sehr abgekühlt. Haben wir noch vor Kurzem in Asien jeden Tag ordentlich geschwitzt, so müssen wir jetzt in Kapstadt den Kamin anschmeissen. Hier ist es Herbst und die Temperaturen liegen tagsüber zwischen 18 und 22 Grad je nachdem ob die Sonne sich blicken lässt oder nicht und abends kühlt es sich nochmal ordentlich herunter. Jetzt wissen wir, wieso wir die ganze Zeit die etwas wärmeren Klamotten mitgeschleppt haben.

Kapstadt ist eine tolle Stadt und wir sind sofort begeistert. Wir haben auch riesen Glück mit dem Wetter, die Sonne scheint fast jeden Tag und so dürfen wir bei 22 Grad und blauem Himmel tolle Ausflüge unternehmen. Wir fahren zur Boulders Beach die kleinen Pinguine gucken. Es ist gerade Schlüpfzeit und so sehen wir ganz viele Pinguinbabys, wie sie sich unter ihren Müttern wärmen. Weiter geht es zum Cape Point, der südwestlichsten Spitze Afrikas und dem Kap der guten Hoffnung. Auf dem Weg zum Cape Point sehen wir ganz viele Baboons (Affen) auf der Straße und am Wegesrand sitzen. Sie wohnen hier im Nationalpark und besser man lässt die Autofenster geschlossen. Wir verbringen einen Tag an der Waterfront und beobachten die Seelöwen dort und Wandern bzw. Klettern auf die Spitze des Lion's Head, der auf 670 Metern liegt und von wo aus man einen 360 Grad Ausblick über Kapstadt hat. Zum Abschluss geht es noch per Seilbahn hinauf auf den auf 1085m hohen Tafelberg. Herrliche Aussichten, die uns geboten werden und jedes Mal spielt das Wetter mit. Wir verbringen noch einen Vormittag an der Camps Bay und besuchen die Hout Bay bevor wir danach den Chapmans Peak Drive wieder zurück zu unserer Unterkunft fahren. Diese Küstenstraße soll mit ihren 9 km und 114 Kurven eine der atemberaubensten Straßen der Welt sein. Morgen verlassen wir Kapstadt und begeben uns in Richtung Garden Route.

Cape Point Cape PointTafelbergder Lion's Head im Hintergrundauf dem Lion's HeadWanderung auf dem Lion's Headkurze Pause     auf der Spitze des Lion's Head  Pinguin beim Nestbau      am Cap der guten Hoffnung Cap der guten Hoffnung Baboons Waterfront Waterfront Seelöwen an der Waterfront Tafelberg    Lion's Head Camps Bay Camps Bay mit der Seilbahn auf den Tafelbergauf dem TafelbergBlick vom Tafelberg  auf dem Tafelberg Chapmans Peak Drive Long Beach

30April
2019

Wir verabschieden uns in Kuala Lumpur von Asien

Die letzten 3 Tage unserer Asienreise verbringen wir in Kuala Lumpur, der Hauptstadt von Malaysia. Wir gönnen uns ein bisschen Luxus und mieten uns ein Apartment in „The Face Suites“ mit einem Infinity Pool im 51. Stockwerk und Sicht auf die Petronas Twin Towers. Mit insgesamt 452 Metern Höhe überragen die Zwillingstürme die Stadt und bieten sowohl bei Tag als auch bei Nacht einen tollen Anblick. Auch in Kuala Lumpur ist es heiß, aber durch die Wolkendecke über der Stadt einigermaßen erträglich und so ziehen wir nochmal los ins Stadtzentrum zu den Twin Towers. In den unteren Stockwerken befindet sich eine Shoppingmeile und von Gucci bis Prada ist alles dabei. Wir haben weder das Geld noch den Platz im Gepäck für solche Einkäufe und ziehen weiter durch die Türme auf die andere Seite, denn dort befindet sich eine Parkanlage mit Spielplatz und Wasserspielplatz für die Kinder. Schnell werden die schönen Kleidchen gegen die Badehosen ausgetauscht und sich im kühlen Nass erfrischt. Wir hören die ganze Zeit ein Pfeifen und wundern uns was das ist bis wir sehen, dass das Sicherheitspersonal sehr vehement dafür sorgt, dass keine Männer oder Männergruppen oder generell Erwachsene ohne Kinder sich dem Wasserspielplatz nähern. Denn dieser ist ausschließlich für die Kleinsten bestimmt. Es wird nicht zugelassen, dass Kinderlose hier verweilen geschweige denn Fotos machen. Am nächsten Tag fahren wir mit der Schwebebahn ein bisschen durch Kuala Lumpur. Leider ist diese so voll, dass man die Aussicht gar nicht richtig genießen kann, aber trotzdem ein Erlebnis.

 

Wir packen unsere Sachen, denn nach 5 Wochen Malaysia und insgesamt 2 Monaten Asienrundreise verabschieden wir uns heute von diesem Kontinent, um morgen einen Neuen zu begrüßen. Wir haben in Malaysia eine tolle Zeit verbracht, sehr liebe Menschen kennengelernt und nehmen viele neue Eindrücke mit. Malaysia hat uns unerwartet begeistert mit seiner tollen, noch unberührten Natur, dem leckeren Essen, seinen fortschrittlichen Städten, aber auch dem noch ursprünglichen und einfachen Leben. Die Menschen hier waren überaus freundlich, offen und immer sehr interessiert. Vor allem von unseren Kindern waren sie sehr angetan und so ist es nicht selten vorgekommen, dass eins der Kinder im Restaurant plötzlich mal kurz in die Küche entführt wurde für ein paar Selfies für die Verwandtschaft. Wir hatten in Malaysia nie das Gefühl, dass man uns übers Ohr hauen möchte und haben uns zu jeder Zeit und überall sicher gefühlt. Das Einzige, womit wir etwas zu kämpfen hatten war die extreme Hitze mit der sehr hohen Luftfeuchtigkeit.

 

Jetzt freuen wir uns noch ein letztes Mal auf einen neuen Kontinent, ein neues Land und noch ein paar neue Eindrücke und Erlebnisse bevor es danach wieder zurück in die Heimat geht.

   Petronas Tower Infinity Pool   Bye bye Asien

27April
2019

Die Hornbills auf der Insel Pangkor

Nach unserer heissen Zeit in George Town auf der Insel Penang geht es weiter Richtung Süden auf die Insel Pangkor. Die Fährüberfahrt dauert diesmal ca. 40 Minuten und findet mit einer kleinen Personenfähre statt. So eine schaukelige Bootsfahrt wie zu den Perhentian Islands wird es zum Glück nicht mehr. In Pangkor erwartet uns ein Haufen rosafarbener Taxen. Alle für uns, denn es gibt neben uns keine weiteren Touristen, die von der Fähre steigen. Wir reisen gerade in der Nebensaison, Pangkor soll aber auch in der Hochsaison noch nicht so überlaufen sein. Der Tourismus wird hier mehr von den Einheimischen in Anspruch genommen und dann auch überwiegend an den Wochenende. Alles auf der Insel ist daher noch sehr ursprünglich und einfach. Die Preise in den kleineren Restaurants sind auch keine Touripreise, sondern Preise so wie die Einheimischen sie zahlen. Wir zahlen für ein Abendessen für 4 Personen inklusiver Getränke zwischen 5 – 6 Euro. Die Menschen sind auch hier, wie in ganz Malaysia, alle sehr nett und hilfsbereit. Man hat nie das Gefühl, dass sie einen übers Ohr hauen wollen. Alle Taxifahrten kosten den selben Preis. Keiner versucht einem mehr abzuknöpfen für die gleiche Strecke. Zunächst bleiben wir 3 Tage am Pasir Bogak Strand in einem Privatapartment einer Hotelanlage bis wir weiter nach Teluk Nipah zu der schönen Coral Bay fahren. Auch hier bleiben wir nochmal 3 Tage. Der Coral Beach soll angeblich der schönste Strand auf dieser Insel sein. Er ist wirklich schön, das stimmt, aber wir haben mittlerweile auch schon eine Menge schöner Strände gesehen. Neben dem etwas touristischen „Daddy‘s Cafe“ gibt es noch zwei weitere, lokale Restaurants am Strand, die Essen anbieten sowei einen Kokosnussstand und 2 Kajak- / Wassersportverleihe. Hier tummeln sich also die Touristen dieser Insel stellen wir schnell fest. In Daddy‘s Cafe gibt es auch Western Food zu einem für uns Europäer immernoch günstigen Preis, aber lange nicht mehr so günstig, wie die Einheimischen essen. Abgesehen davon haben wir auch kein großes Interesse daran einen mittelmäßigen Burger mit Pommes oder ein noch schlechteres Schnitzel in Malaysia zu essen, wo das lokale Essen sehr gut ist. Wir essen trotzdem einen Abend in diesem Restaurant und genießen den Sonnenuntergang am Meer, denn den kann man hier sehr schön sehen. Eine Menge Hornbills oder auf deutsch Doppelhornvögel, tummeln sich über uns in den Bäumen. Einen tollen Anblick bieten diese Vögel mit dem gelben Doppelhornschnabel und ihrem schwarz-gelben Gefieder. Sie stammen aus der Familie der Nashornvögel, die nur in Südasien verbreitet ist. Sie können eine Körperlänge von mehr als einen Meter erreichen und gelten als einer der größten waldbewohnenden Vögel. Hier auf dieser Insel leben sie noch in Scharen. Der Strand und das Meer sind schön, aber schwimmen werden wir wohl nicht darin. Es liegt wiedermal viel Müll und Plastik am Strand und im Meer herum. Der Strandabschnitt von Daddy‘s Cafe wurde vom Müll einigermaßen befreit. Danach scheint es keinen mehr zu stören und der ganze Plastikmüll bleibt einfach liegen. Maia kommt mit jedem Zigarettenstummel angerannt und sagt „Müll schmeiss weg“. Die Zeit im Earth Park und unsere ganzen Müllaufsammel-Aktionen haben sie sehr geprägt. Wir genießen den Strand mit seinen ganzen Schaukeln und Hängematten trotzdem und die Kinder bauen tolle Burgenlandschaften im Sand. Die Hornbills sind eine Augenweide und wiedermal haben wir einen Pool in unserer Unterkunft zum Abkühlen. Ohne Pool können wir es uns gar nicht mehr vorstellen bei diesen Temperaturen.

Unseren letzten Tag auf Pangkor gehen wir nochmal an den Strand. Es regnet etwas, aber unter den sonst schattenspendenden Bäumen bleiben wir trocken. Der Strand ist aufgrund des Regens leer, wir sind fast die Einzigen. Später hört es auf zu regnen und die Sonne kommt wieder raus. Wir machen endlich die langersehnte Kajaktour von Marina. Seit Australien spricht sie davon eine Kajaktour machen zu wollen. Sie ist glücklich endlich in ihrem Kajak sitzen zu können und wir paddeln los bzw. ich paddel los. Marina hat kein Paddel bekommen. Vielleicht ist es besser so. Wir paddeln einmal zu der kleinen, einsamen, vorgelagerten Insel und gehen dort baden. Um diese Insel herum ist das Wasser glasklar, man kann wie auf den Perhentian Islands bis auf den Grund gucken und die Fische sehen. Eine tolle Erfrischung bevor wir uns wieder in das Kajak setzen und zurück paddeln. Zum Abschluss gehen wir in Daddy‘s Cafe noch einen Cafe Latte trinken, denn dies ist das einzige Cafe, in dem man einen anständigen Kaffee mit Milch anstelle von dieser super süßen asiatischen Kondensmilch bekommt. An Kaffee mit Sojamilch konnten wir uns gewöhnen und fanden es zum Schluss sogar sehr lecker, aber Kaffee mit dieser süßen Kondensmilch ist dann doch eher etwas zum abgewöhnen. Am nächsten Tag stehen wir einigermaßen früh auf und fahren nach dem Frühstück – wie sollte es anders sein - mit einem rosafarbenen Taxi zum Bootsableger, um dort die Insel wieder zu verlassen. Es ist zum Glück noch nicht so heiß, der Regen von gestern Nacht hat die Temperaturen etwas herunter gekühlt. Die Fähre geht pünktlich und so sitzen wir bereits um 11 Uhr im sehr klimatisierten Bus nach Kuala Lumpur – unsere letzte Station in Asien.

Ankunft auf Pangkor Soviele Taxen nur für uns Pasir Bogak Strand Hier essen wir zu Abend Lecker! Pangkor Jetty Pangkor Stadt Roti Canai Hornbill Coral Beach Leckere Fruchtsäfte Kajaktour mit Marina Kaffee mit den Locals eine tolle Obstplatte Maias Cocktail Und wieder zurück zur Fähre Bye bye Pangkor

 

22April
2019

Schwitzen in George Town auf der Insel Penang

Nach einer anstrengenden und kurvenreichen 7-stündigen Busfahrt erreichen wir Butterworth und den Fährableger. Mit der Fähre fahren wir rüber auf die Insel Penang nach George Town. Diesmal haben wir eine sehr ruhige und kurze Bootsüberfahrt. Auf der Insel Penang angekommen geht es per Taxi weiter zum Hotel. Unser Hotel liegt ein wenig ausserhalb vom Stadtzentrum, was wiedermal bedeutet, dass wir bei dieser extrem starken Hitze viele Kilometer zu Fuß zurücklegen. Dafür hat unser Hotel aber einen Pool, in dem wir uns jeden Nachmittag nach einem anstrengenden Städtetrip abkühlen können. George Town hat Einiges zu bieten an Sehenswürdigkeiten. Wir spazieren am ersten Tag durch „Little India“ bis zur Waterfront zu den Jettis und besichtigen die „Kapitan Keling Moschee“. Es gibt einen kostenfreien Stadtbus in George Town, den wir nutzen wenn die Kinder nicht mehr laufen wollen oder ganz plötzlich ein heftiger Regenguss herunter kommt. Während an der Ostküste alle Frauen Kopftuch getragen haben, ist dies hier im Western nicht mehr der Fall. Hier sieht man auch sehr viele malaysische Frauen ohne Kopftuch herum laufen. Am nächsten Tag lassen wir uns mit dem Taxi zur Floating Moschee fahren, einer Moschee, die im Wasser auf Stelzen erbaut wurde. Dort hat gerade das Freitag Mittagsgebet begonnen als wir ankommen und so können wir nicht hinein in die Moschee, sondern nur um sie herum spazieren und sie von aussen besichtigen. Wir lassen uns weiter zum „Youth Park“ bringen, der einen tollen Spielplatz und ein paar Wasserbecken zum Abkühlen haben soll. In der Tat ist es ein schöner Park mit schönem Spielplatz und tollen Wasserspielmöglichkeiten für die Kindern. Wenn,… ja wenn da nur nicht wieder diese frechen Affen wären. Wir müssen leider flüchten. Am Wasserpark ist sehr viel los. Die malaysischen Kinder spielen im Wasser und die Elltern kümmern sich um das Picknick. Leider haben das auch bereits die Affen gerochen, dass es dort viel Essen gibt und sie plündern die Taschen wo sie nur können. Die Männer versuchen die Affen mit großen Stöcken zu vertreiben. Mehr oder weniger erfolgreich. Uns ist das alles zu unentspannt und zu heikel nach unserem Affenerlebnis im Monkey Forest auf Bali und wir verlassen den tollen Wasserspielpaltz ohne darin ein Bad genommen zu haben und treten den heissen Heimweg zum Hotel an, um uns den Rest des Tages im Hotelpool zu erfrischen. Unseren letzten Tag in George Town verbringen wir nur noch im Hotel-Pool. Es ist einfach zu heiß und die Kinder streiken. Sie möchten nicht noch mal bei dieser Hitze losziehen. Also nutzen wir den Tag um unsere restlichen Unterkünfte in Asien zu buchen und uns um die weiteren Fahrtwege zu kümmern.

Die Fährüberfahrt George Town von der Fähre aus Tauben jagen Tempel Kapitan Keling Moschee Kapitan Keling Moschee Food Court Street Art in George Town leckeres Eis Floating Mosque gerade wird gebetet Floating Mosque der Pool war das Beste

16April
2019

Perhentian Islands

Nach unserer tollen Zeit im Earth Park auf der Insel Borneo geht es per Flug weiter aufs malaysische Festland nach Kota Bharu. Von dort nehmen wir ein Taxi nach Kuala Besut zum Fährableger, um per Speedboot auf die größere der beiden Perhentian Islands zu fahren. Hier wollen wir eine Woche bleiben und schnorcheln und tauchen und das türkisgrüne Meer genießen. Im Samudra Beach Chalet haben wir ein Familienzimmer gebucht. Es liegt, wie alle anderen Unterkünfte, direkt am Meer und von Palmen umgeben. Das Landesinnere der Inseln ist zum Glück noch nicht erschlossen, besteht also nur aus Dschungel und ein Durchkommen ist unmöglich. Wenn man einen anderen Strand oder eine andere Seite der Insel erkunden möchte, so geht dies nur per Wassertaxi. Wir machen zweimal Gebrauch davon. Einmal fahren wir zur wunderschönen Turtle Beach, wo wir beim Schnorcheln unglaublich viele, große und bunte Fische sehen und auf der Rückfahrt sogar noch einer Meeresschildkröte begegnen. Das andere Mal geht es zur etwas kleineren Nachbarinsel „Perhentian Kecil“ ins Dorf mit dazugehöriger Moschee. Für diese Taxifahrt müssen wir diesmal mit einer wirklich sehr kleinen Nussschale vorlieb nehmen. Bei der Rückfahrt weht ein starker Wind und dementsprechend hoher Wellengang erwartet uns. Wir klammern uns alle ordentlich am Boot fest und die Kinder haben Angst das Boot könnte kentern. Wir fahren nicht mehr übers Wasser, wir fliegen übers Wasser. Bei jeder Welle hebt das Boot ab in die Luft um danach mit einer riesen Wucht wieder aufs Meer aufzusetzen. Unser Bootsfahrer ist, vermutlich wie alle anderen, hier aufgewachsen und hat sein Leben lang nichts anderes gemacht. Er manövriert uns gut und sicher durch diese hohen Wellen. Wir sind dennoch alle erleichtert als wir endlich wieder Boden unter den Füßen haben. Der Strandabschnitt, an dem wir wohnen gefällt uns sehr gut. Er ist noch nicht zu sehr zugebaut und vieles noch sehr ursprünglich, ein paar nette Restaurants für das allgemeine Wohl sind aber vorhanden. Sowieso hat auf den Inseln die Saison gerade erst begonnen. Wir erfahren, dass von Oktober bis Februar die Inseln unbewohnt sind und alle Unterkünfte und Restaurants aufgrund der Regen-Monsunzeit geschlossen bleiben. Die Menschen hier leben also alle auch noch auf dem Festland und sind nur von März bis Oktober auf den Inseln. Nach einer Woche chilligem Inselleben fahren wir mit dem Speedboot wieder zurück zum Festland. Die See ist wieder etwas rauh aufgrund des Windes und wir erleben zum Abschied nochmal eine sehr schaukelige Bootsfahrt und die ein oder andere Welle peitscht über uns nieder. Etwas druchnässt, aber froh wieder an Land zu sein steigen wir aus dem Boot aus und fahren mit dem Taxi weiter bis Kota Bharu, wo wir die Nacht verbringen bevor wir morgen mit dem Bus bis zur Westküste fahren. Eine 7-Stündige Busfahrt erwartet uns.

Ankunft auf Perhentian Island Ready to dive Auf gehts Papa...wir warten am Strand Die fleissigen Helfer unser Strandabschnitt So eine Bootsfahrt kann ganz schön schaukelig sein... Turtle Beach Insel Perhentian Kecil Die Moschee

07April
2019

Unsere Zeit im Earth Park auf der Insel Borneo

Nach unserem kurzen Flug von Singapur auf die Insel Borneo (Malaysia) geht es mit dem Taxi noch 2,5 Stunden weiter bis zum „Earth Park“. Der Earth Park befindet sich fernab jeglicher Zivilisation und wurde von Bianca und Gerald aus Österreich aufgebaut. Er besteht aus einem Longhouse, welches traditionell aus Bambus und Holz erbaut wurde und Wohnraum für 5 Familien bietet sowie einem weiteren Haus mit Küche und Terrasse für gemeinsames Kochen und Essen und einer Aussendusche hinter Palmblättern. Die einzelnen Zimmer im Longhouse sind mit einem Wohnraum, einem Bad mit Waschbecken und Toilette im unteren Bereich und dem Schlafraum im oberen Bereich ausgestattet. Die Häuser liegen direkt am Meer und bieten einen traumhaften Meerblick. Der Strand ist menschenleer und wird nur von uns genutzt. Herrliche Sonnenuntergänge sowie Kokosnusssaft trinken stehen neben Relaxen für die Erwachsenen und uneingeschränktes Spielen für die Kinder auf dem Tagesprogramm. Neben uns sind zur Zeit noch zwei weitere Familien im Earth Park. Wir kochen gemeinsam und nur vegan. Im Earth Park wird sich aus Überzeugung ausschließlich vegan ernährt. Wir sind neugierig auf diese Art der Ernährung und wollen mehr Einblicke bekommen. Die Kinder spielen den ganzen Tag am Strand oder auf den Bäumen und den aus Holzstämmen selbst gebauten Klettergerüsten. Für sie ist es das Paradies auf Erden. Aber auch für uns Erwachsene ist es eine tolle Ruheoase und Bianca gibt uns umfangreiche Einblicke in die vegane Ernährung. So lernen wir zum Beispiel die Jackfruit kennen. Eine tropische Frucht, die wenn man sie erst kocht und anschließend brät und mit einer leckeren Mariande verziert, am Ende nicht nur wie Gulaschfleisch aussieht, sondern auch fast so schmeckt. Wir feiern Marinas 4. Geburtstag im Earth Park und verlängern schließlich noch um eine weitere Woche, da es uns so gut gefällt. Stromausfall und über mehrere Tage kein fließendes Wasser stehen hier auf der Tagesordnung, aber das stört uns nicht sonderlich. Für den Fall, dass das Wasser aus den Leitungen mal nicht fließt haben Bianca und Gerald 4 Wassertanks mit insgesamt 7.200L Füllmenge eingerichtet. Wir kommen ca. 4 Tage mit den Wassertanks aus bevor wir anschließend tatsächlich 3 Tage ganz auf Wasser aus der Leitung verzichten müssen. Der Grund sind Wartungsarbeiten an der Wasserleitung. Bianca und Gerald decken die Trinkwasserversorgung ab und füllen täglich Trinkwasserkanister an Wasserstationen auf. Wir spülen das Geschirr im Meer und baden uns ebenfalls im Meer. Auch die Kartoffeln kochen wir mit Meerwasser und sie schmecken besser denn je. Es wird einem wieder mal bewusst mit wie wenig man eigentlich auskommt und dass wir in Europa in einer absolut Konsum gesteuerten und verschwenderischen Welt leben. Die Kinder spielen hier den ganzen Tag an der frischen Meeresluft mit Holz, Muscheln, Sand, Matsch, Dreck und was die Natur noch so alles hergibt und ihnen fehlt nichts. Sie vermissen kein Spielzeug und fallen abends müde, aber sehr zufrieden und glücklich ins Bett. Mit Tina und Erik und deren Kindern unternehmen wir eine Bootstour bei der wir die heimischen Affen sehen. Ansonsten verbringen wir die Tage fast ausschließlich im Earth Park, kochen gemeinsam und machen einen Abend am Lagerfeuer Stockbrot. Schweren Herzens verabschieden wir uns nach 16 Tagen von all den lieben Menschen, die wir hier kennenlernen durften und einem Fleckchen Erde, wo das Leben noch ursprünglich, entschleunigt, frei und gesund ist.

unsere Unterkunft die Außendusche die Waschküche Gemeinschaftshaus mit Küche unser Zimmer wenn es kein Wasser mehr gibt... ...wird am Strand gespült Happy Birthday Marina die vegane Geburtstagstorte Geburtstagsfrühstück gemeinsames Kochen jeden Tag frische Kokosnuss Bootstour   der Wocheneinkauf Sonnenuntergang die neue Lieblingsfrucht - Maracuja Strandgut veganes und zuckerfreies Schokoeis wir sammeln mal wieder Müll aus dem Meer Lagerfeuer... ...mit Stockbrot

01April
2019

Singapur bei Tag und Nacht

Von Bali geht es für 3 Tage nach Singapur. Am Flughafen von Singapur kann man bereits erkennen, dass es sich um eines der reichsten Länder und Städte weltweit handelt. So gibt es am Flughafen nicht nur Wickelräume mit mehreren Stillkabinen, sondern auch ein Swimming-Pool ist vorhanden. Für mit einen der größten Flughäfen weltweit geht alles erstaunlich ruhig und stressfrei von statten. Wir hatten riesen Menschenmassen erwartet und langes Anstehen an der Passkontrolle. Das Gegenteil ist der Fall. Es geht alles zügig und die Menschen verlaufen sich scheinbar ganz gut auf dieser großen Fläche. Wir fahren nach Chinatown zu unserem Hostel und quetschen uns die nächsten 3 Nächte in das kleinste Zimmer, das wir bisher auf der gesamten Weltreise hatten. Ca. 9 qm ohne Fenster mit nur 2 Hochbetten ausgestattet. Unterkünfte sind teuer in Singapur und sowieso soll alles sehr teuer sein sagt man uns im Voraus. Wir werden wieder eines Besseren belehrt. Gleich am ersten Abend gehen wir in unserem Stadtviertel in Chinatown in einem chinesischen Restaurant essen. Wir sind die einzigen „Ausländer“. Wir bestellen drei komplette Gerichte, 3 Getränke, noch extra Reis und Brot und zahlen umgerechnet nur 23 Euro. Man kann, wenn man will, sehr viel Geld in Singapur lassen, denn Singapur hat an Freizeitprogrammen und Sehenswürdigkeiten alles zu bieten, was das Herz begehrt für einen ordentlichen Obulus. Wir sehen von all dem ab. Wollen die Stadt sehen und das Flair genießen. Und machen am Ende nur eine Busfahrt durch Singapur, da die Kinder bei 33 Grad keine Lust haben alles zu Fuß zu erkunden und gehen einmal hoch auf das Marina Bay Sands Hotel mit dem längsten Infinity Pool der Welt. Wirklich beeindruckend und ein grandioser Ausblick der uns geboten wird - vor allem bei Dunkelheit. Unser gestelltes Familienfoto für 60 Singapur Dollar (ca. 40 Euro) lassen wir allerdings zurück. Nach 3 Tagen Sight-Seeing Tour durch Singapur geht es für uns weiter zum „Earth Park“ auf die Insel Borneo (Malaysia) in die Einsamkeit. Genau das Richtige nach dem Städterummel. Uns gefällt es gleich so gut, dass wir unseren Aufenthalt verlängern und somit insgesamt 16 Tage bleiben werden und die Ruhe, das Meer und das einfache Leben genießen.

Flug von Bali nach Singapur Chinatown Chinatown So eine Busfahrt die ist lustig...   Marina Bay Sands Hotel bei Nacht Lichtershow Bye Bye Singapur

21März
2019

Ubud und der Schreck im Monkey Forest

Der Weg von Amed nach Ubud ist im Prinzip nicht weit, aber die Straßen weisen einen dermaßen schlechten Zustand bei miserablen Verkehrsverhältnissen auf, so dass unser Fahrer auf der gesamten Strecke nicht schneller als 40 km/h fahren kann. Wir trotten also dahin. Zum Glück gibt es hier keine Kindersitze, so dass die Kinder nicht fest geschnallt auf der Rückbank sitzen müssen, sondern sich während der Fahrt auch mal bewegen dürfen. Auch dieses Taxi verfügt wieder über einen DVD-Spieler mit Kinder-Zeichentrickfilmen. Der Service für die Kleinsten ist auf Bali wirklich aussergewöhnlich und alle Balinesen lieben Kinder sehr. Wir bringen also auch diese kurvenreiche Fahrt gut über die Bühne. Am nächsten Tag besuchen wir in Ubud den Monkey Forest, ein toller Wald und wohin man auch schaut überall Affen. Es heisst die Affen im Monkey Forest seien ganz harmlos, wenn man gewisse Regeln einhält. Wir kennen die Regeln. Kein Essen in der Hand oder in Tüten mitschleppen. Keine Mütze oder Brille auf dem Kopf tragen, die Affen nicht anfassen etc. Machen wir alles nicht. Allerdings müssen wir feststellen, dass man den Affen auch nicht zu eindringlich und zu lange in die Augen schauen darf, sonst können sie auch schon mal auf einen zukommen und etwas ungemütlich werden. Wir laufen durch den Wald, Marina quengelt schon eine ganze Weile, dass sie hunger hat. Ich versuche ihr immer wieder zu erklären, dass wir hier nichts essen können. Marina scheint das nicht zu interessieren. Sie insistiert weiter. Also suchen wir uns eine Ecke wo es keine Affen gibt und ich packe kurzerhand die Chipsdose aus. Wir setzen uns auf eine Stufe, kein Affe weit und breit zu sehen, und essen die Chips während plötzlich von Weitem ein ziemlich großer Affe aus dem Gebüsch springt und sehr zielgerichtet und in einem Affenzahn auf uns losstürmt. Was machen wir jetzt? In den nächsten Sekunden geht alles ganz schnell. Die Chips wieder wegpacken... unmöglich und zu spät. Der Affe hat sie längst gesehen und überhaupt der Affe ist ja schon fast bei uns. Ich versuche sie irgendwie wegzutun, schaffe es aber nicht mehr, der Affe springt schon an mir hoch und greift nach mir und nach den Chips. Ich kann die Dose nur noch von mir wegwerfen um auch den Affen wieder loszuwerden. Kaum hat der Affe die Chipsdose in der Hand, verschwindet er so schnell wie er gekommen ist wieder im Busch. Ich stehe unter Schock, Marina brüllt los, nicht sicher ob wegen des Schreckens oder der Chips. Wir wussten, dass man hier nicht essen darf, aber uns war nicht bewusst, dass die Affen auch aus dieser Entfernung wittern wo jemand gerade Chips isst. Marina hat noch die Hoffnung der Affe könnte die Chipsdose nicht aufbekommen und sie dann irgendwo weggeschmissen haben und fragt, ob wir die Chips dann weiter essen können, wenn wir sie wiederfinden. Ich kann noch nicht darüber schmunzeln, ich stehe noch zu sehr unter Schock, weil dieser Affe mich angegriffen hat. Wir gehen langsam weiter durch den Monkey Forest Richtung Ausgang und wollen von dort bis ins Zentrum von Ubud laufen. Wir schaffen es aber leider nicht, da wir vom Regen überrascht werden. Es regnet sturzbachartig, so dass wir uns erst unterstellen und dann wieder ein Taxi bis nach Hause nehmen. Da es hier immer nachmittags zu regnen beginnt, brechen wir am nächsten Tag früher auf, um ins Zentrum von Ubud zu gelangen und sehen uns als Erstes den Königspalast an. Ubud ist die erste Stadt mit Bürgersteig und so kann man einigermaßen entspannt dort entlang spazieren und das Flair der Stadt aufnehmen. Von Ubud aus fahren wir noch einmal zurück ans Meer in die Ecke von Jimbaran bevor es morgen weiter nach Singapur geht.

Monkey Forest Monkey Forest Die Affen aus dem Monkey Forest Affenfamilie Tempel im Monkey Forest Der tropische Regenguss Wir sitzen fest Warten bis der Regen nachlässt Warten auf unser Taxi Papaya Baum Königspalast in Ubud Königspalast Markt in Ubud wenns mal wieder regnet... zum Schluß nochmal an den Strand

Auf dieser Seite werden lediglich die 10 neuesten Blogeinträge angezeigt. Ältere Einträge können über das Archiv auf der rechten Seite dieses Blogs aufgerufen werden.